Medien brauchen keine Homepage mehr

Ich glaube, das Internet wird seitenlos, APIs werden zu den Adern des Webs. Eine Homepage wird es weiter geben, aber sie dient nur noch als Landkarte zu Inhalten, die im Web verstreut zu finden sind.
Hier werden Inhalte aggregiert. Das Fleisch, der Inhalt selbst, ist allerdings wild im Netz verstreut. Für jeden Inhalt gibt es einen perfekten Anbieter: für Videso ist dies YouTube, für Bilder Flickr, für Texte sind es Blogsysteme, für Gewinnspiele neue Angebote wie Strutta.com und als Shopsysteme gibt es Amazon, Ebay oder Etsy.com.
Ich möchte mit meinen befreundeten Autoren der Isarrunde dies beweisen.
Wir haben für das Projekt die Website isarrunde.de, doch dort gibt es eigentlich keine Inhalte, hier werden nur Episoden aggregiert, die es bei YouTube, Vimeo oder Sevenload ebenfalls zu sehen gibt. Für unser Zuschauerzahl wäre es also unerheblich, ob wir unsere eigene Website bewerben, oder eine von vielen anderen Websites, die unsere Videos embedden.
Wir wollen also künftig fremde Blogs, Verlagsangebote oder private Websites bewerben, die unsere Folgen embedden und mit eigenen Inhalten anreichern. Dort sollte die Diskussion fortgeführt oder die Diskussion als Impuls für eine neue Folge der Isarrunde entstehen.
Autoren, Verlage und Websitebetreiber können sich via Twitter und Facebook bei der Isarrunde melden:
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Michael Praetorius über Audio in der Aufmerksamkeitsökonomie Michael Praetorius spricht mit mir darüber, warum es um Podcasts nach dem Hype vor drei, vier Jahren so still geworden ist, warum zwischen dem Downloaden und dem tatsächlichen Anhören (und Kommentieren und Weiterverbreiten) in einer Aufmerksamkeitsökonomie ein himmelweiter Unterschied besteht (passend dazu siehe auch diese Gegenüberstellung von Skeptic Geek), warum man in einer Aufmerksamkeitsökonomie nicht alles abonnieren muss, was einen interessiert, warum Medienunternehmen den “Eisberg” soziale Netzwerke umdrehen und vorrangig die fremden Plattformen bespielen sollten und, warum er bezweifelt, dass Radiosender überhaupt noch eine eigene Homepage als Portal brauchen.
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Das ‘Mach-mit-Netz’ mal ganz anders! Beim letzten Twittwoch in München habe ich Michael Praetorius getroffen, der mir seine These zum ’seitenlosen Internet’ erklärte. Im Blog beschreibt er es folgendermaßen: “Ich glaube, das Internet wird seitenlos, APIs werden zu den Adern des Webs.
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Hörbuch: What Would Google do von Jeff Jarvis Ob Apple, Microsoft oder in diesem Fall eben Google – sie alle stehen stellvertretend für den amerikanischen Traum. Und Leute wie Jarvis sind seine Propheten. Nicht im Datenschutz sondern in der grenzenlosen Transparenz des Internets sieht der New Yorker Professor die Zukunft. Vorbei seien die Zeiten, in denen vordigitale mediale Instanzen jeglicher Art zu Lasten der Gesellschaft über das Informationsmonopol verfügten. Die neuen Kommunikationsformen des Google-Zeitalters wie Bloggen oder Twittern machten es Kunden und Verbrauchern möglich, der Massenindustrie ihre Bedürfnisse zu diktieren. Im Sprachduktus eines wiedergeborenen Erweckunspredigers preist Jarvis die ungeheuren Chancen einer total vergoogelten Welt und schickt alles Herkömmliche – übrigens als Buchautor erstaunlicherweise ausgerechnet auch Druckwerke aller Art – schnurstracks zur Hölle.

