Call for paper zur re-publica 2012 - Lassen uns Algoritmen noch die freie Wahl?
Wie soziale Netzwerke unser Verhalten beeinflussen
Unsere Facebook-Freunde, Google+ Kreise oder Twitter-Kontakte bestimmen zunehmend unsere Mediennutzung: Sie filtern für uns das Internet nach relevanten Artikeln, Videos oder Bildern. Wer schlaue, interessierte Freunde hat, bekommt lesenswerte Quellen frei Haus geliefert. Eine Facebook-Studie kommt zum Schluss, soziale Netzwerke würden uns so zu schlaueren Menschen machen.
Freunde als Blattmacher und Kuratoren
Anwendungen wie Flipboard basieren auf dieser Schwarmintelligenz. Diese persönlichen Newsaggregatoren sind die Zeitung der Zukunft. Freunde werden zu Kuratoren und Blattmachern. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch das Fernsehprogramm durch soziale Verbindungen bestimmt wird und wir ein Social TV erleben.
Wir klicken auf geteilte Links oder lassen uns auf Tablet oder Smartphone Online-Magazine mit Inhalten versorgen, die uns von Freunden und Kontakten aus sozialen Netzwerken empfohlen werden. Wir hören personalisierte Musik über Dienste, die unseren Geschmack versuchen zu erkennen und bekommen Werbeangebote, die sich nach unseren Online-Verhalten, unserem sozialen Umfeld in sozialen Netzwerken und Interessen steuern.
Anwendungen wie Flipboard basieren auf dieser Schwarmintelligenz. Diese persönlichen Newsaggregatoren sind die Zeitung der Zukunft. Freunde werden zu Kuratoren und Blattmachern. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch das Fernsehprogramm durch soziale Verbindungen bestimmt wird und wir ein Social TV erleben.
Wir klicken auf geteilte Links oder lassen uns auf Tablet oder Smartphone Online-Magazine mit Inhalten versorgen, die uns von Freunden und Kontakten aus sozialen Netzwerken empfohlen werden. Wir hören personalisierte Musik über Dienste, die unseren Geschmack versuchen zu erkennen und bekommen Werbeangebote, die sich nach unseren Online-Verhalten, unserem sozialen Umfeld in sozialen Netzwerken und Interessen steuern.
Wie entkommen wir der Personalisierung?
Unser Medienkonsum wird effizienter, treffsicherer und sozialer. Doch er wird auch langweiliger, vorhersehbar und durch Algorithmen bestimmt. Was ist, wenn wir diesen Algorithmen entfliehen wollen? Müssen wir unser Online-Leben zurücksetzen, bei unseren Freundeskreisen den Reset-Knopf drücken, um etwas Neues und Unerwartetes zu erleben? Müssen wir am Ende sogar versuchen, jemand anderes zu sein, um die Personalisierung zu überlisten? Der Identitätswechsel beim Egotausch im Sommer war ein solches Fluchtexperiment.
Unser Medienkonsum wird effizienter, treffsicherer und sozialer. Doch er wird auch langweiliger, vorhersehbar und durch Algorithmen bestimmt. Was ist, wenn wir diesen Algorithmen entfliehen wollen? Müssen wir unser Online-Leben zurücksetzen, bei unseren Freundeskreisen den Reset-Knopf drücken, um etwas Neues und Unerwartetes zu erleben? Müssen wir am Ende sogar versuchen, jemand anderes zu sein, um die Personalisierung zu überlisten? Der Identitätswechsel beim Egotausch im Sommer war ein solches Fluchtexperiment.
Vielfalt oder Einheitsbrei?
Bedeutet die Vernetzung zu hunderten Kontakten mehr Vielfalt und relevante Informationen oder entsteht daraus ein neuer Einheitsbrei, dem wir nicht entkommen.
Bedeutet die Vernetzung zu hunderten Kontakten mehr Vielfalt und relevante Informationen oder entsteht daraus ein neuer Einheitsbrei, dem wir nicht entkommen.
Das möchte ich mit Euch auf der re-publica 12 in Berlin diskutieren. Dies ist mein diesjähriges Call for paper für die Konferenz. Ich würde mich freuen, wenn es angenommen wird.
