Ein Twitteraccount für Münchnerinnen und Münchner

Munich Loves you

Michael Praetorius 23.01.2012
Der Twitteraccount geht reihum. Jede Woche twittern andere Nutzer unter dem Account @munichlovesyou. Ich finde die Idee interessant, das Lebensgefühl, politische Fragen, Tagesbefindlichkeiten, Ereignisse oder Meinungen der Münchner zu sammeln und via Twitter sichtbar zu machen. Hier sieht ihr ein Videos des Brainstormings, wie die Idee geboren wurde.

Das Land Schweden hat seinen offiziellen Twitteraccount (@scheden) an die Bevölkerung abgegeben. Wie bei einem Staffellauf wandert der Account von Bürger zu Bürger, so dass viele Menschen hinter dem Pseudonyms des Landes twittern können. Wäre dies eine Idee für einen Twitter-Account der Stadt München? Sabine Sikorski hat auf dem Barcamp München die Initiavie ergriffen und diese Idee für die bayerische Landeshauptstadt gefordert.

Casting für München
Ich finde die Idee interessant, das Lebensgefühl, politische Fragen, Tagesbefindlichkeiten, Ereignisse oder Meinungen der Münchner zu sammeln und via Twitter sichtbar zu machen. Zur Diskussion stand, wie man einen München-Twitteraccount an Nutzer weitergeben könnte oder einen Twitter-Leitfaden für diese Nutzer bereitstellen könnte. Mögliche Vorbilder waren das Beispiel aus Schweden oder der Twitter-Reporter der Telekom , der zuvor ausgesuchte Benutzer von Veranstaltungen berichten lässt.

Braucht es dazu einenTwitter-Account?
Ich finde die Idee super, das Lebensgefühl der bayerischen Landeshauptstadt auch online sichtbar zu machen. Doch braucht es dazu einen Twitter-Account, unter dem immer wieder andere etwas posten können? Ich glaube nein. Via Twitter können schon heute beliebig viele Münchner ihre Sichtweise, Gefühle oder Erlebnisse äußern, ohne dass es dazu jemanden bräuchte, der ihnen ein offizielles oder semi-offizielles Mikrophon in die Hand drückt. 

Twitterwall auf dem Marienplatz in München
Wenn Sie Stadt München, oder einzelne Institutionen der Stadt davon profitieren wollen, empfehle ich eine große Twitterwall auf dem Marienplatz oder Stachus aufzuhängen oder auf einem offiziellen München Account, Meinungen und Erlebnisse von Münchnern, Gästen, oder andern zu retweeten (via Twitter zu zitieren).

Was meint ihr?
Den Verlauf der gesamten Diskussion könnt ihr als Video sehen. Ich habe die Diskussion auf dem Barcamp München (#bcmuc) mitgeschnitten. Was meint ihr, wie könnte man ein Münchner Lebensgefühl auf Twitter leben lassen?
Über den Autor:

Michael Praetorius

Michael Praetorius, geboren 1978 in München lebt heute als Publizist und Medienberater in München und Berlin. Er arbeitet als Head of Content bei der AKOM360 sowie als Geschäftsführer des Content Management System Herstellers NOEO.

Zu seinen Spezialgebieten gehören digitale Medienkonzepte, die Transformation zu digitalen Geschäftsmodellen, plattformübergreifende Anwendungen und Inhalte. Zu seinen Auftraggebern gehören Verlage, Fernseh- und Radiosender, Videospielepublisher, Agenturen und Behörden. 

Michael Praetorius ist zudem langjähriger TV- und Hörfunkjournalist und lehrt junge Journalisten an unterschiedlichen Einrichtungen wie dem AFK München oder der Privatsenderpraxis in Wien. Zudem ist Praetorius fachlichen Beirat der Bayerischen Akademie für Werbung und dort Lehrgangsleiter für Digitalmarketing.

Michael Praetorius bloggt auf dieser Website und moderiert die YouTube Sendungen der Münchner Isarrunde und der Kreativ Lounge des MIZ Babelsberg.

Trivia: Praetorius ist verwandt mit dem gleichnamigen Renaissance- und Barock-Komponisen, wenn auch leider selbst völlig unmusikalisch.

 


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