Besser Texten fürs Web

Online-Journalismus

Auf dem Barcamp München (#bcmuc) hat Dirk Baranek eine kleine Session, „Besser schreiben für das Web", über Optimieren von Online-Texten gehalten. Dabei ging es nicht nur um Suchmaschinenoptimierung, sondern auch um Sprache, die Interaktion mit Lesern und das Leseverhalten von Online-Nutzer, die oft nur durch Artikel überfliegen oder scannen oder skimmen, wie es Dirk Baranek nennt. 

Ich habe im Video die Session von Dirk Baranek mit einem Teil des neuen Studio-Equipments der Isarrunde mitgefilmt und hier veröffentlicht. Die Präsentationsfolien könnt ihr bei Dirk Baranek auf Slideshare sehen.
 

Online-Texte werden kaum gelesen

Spannend fand ich seine Ausführungen zum Leseverhalten bei Webtexten, die mich in meiner Vermutung bestätigt haben. Laut Baranek skimmen und Scannen die meisten Leser Websites: Beim Skimmen würden Leser den Inhalt nur überfliegen und sich durchscrollen, beim Scannen würden sie auch den Inhalt und die Relevanz für sich bewerten. 
 
"500 Worte pro Minute können Leser auf diese Weise aufnehmen, während es beim Lesen nur 250 Worte pro Minute sind. Die wenigsten Nutzer lesen einen Text bisganz zum Ende. Meist werden nur knapp ein Drittel der Worte gelesen - vor allem bei Texten mit über 300 Worten."
 

Schnell online, dann noch mal nachbessern

Zudem verriet Dirk Baranek in seiner Session noch ein paar Tricks zum Brainstorming und der Ideenfindung. Der letztendliche Schreibprozess bestünde aus der Sammlung von Stichworten und der Keyword-Recherche, dem ersten Runterschreiben und möglichst schnellen veröffentlichen. Länge und Stil seien beim Bloggen erst mal egal. Danach folge ein wenig Distanz, danach wird noch mal Durchgelesen: 
  • Ist der Gedankengang plausibel? 
  • Hakt es beim Lesen? 
  • Kann ich noch den Stil optimieren? 
  • Was kann ich streichen. 
  • Welche Absätze und Zwischenüberschriften könnten den Text noch auflockern und den Text für Suchmaschinen optimieren. 

 


Links
barcampmunich.mixxt.de
Barcamp München