TV Hackday in Berlin

Das lineare Fernsehen zurück in die Mediatheken bringen

Die Mediatheken von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern sind voll gepackt. Nutzer müssen sich entscheiden, was sie jetzt sehen wollen und müssen wie ein einer Bibliothek suchen, aber sie können sich nicht wie im linearen Fernsehen berieseln lassen.

Auf dem #tvhackday versuchen wir (Stefan, Raul, Sten und ich) das lineare Fernsehen mit seiner “Lean backward” Haltung in die Mediatheken zurückzubringen. In unserem Konzept wollen wir eine übergreifende Mediathek bauen, in der der Nutzer über ein kontinuierliches Ausschlusskriterium sein Programm personalisieren kann, ohne vorher Präferenzen festlegen zu müssen. Im einfachsten Fall besteht die App aus einem Videoplayer als Webanwendung oder Smartphone-Anwendung mit einem Playbutton und der Möglichkeit jedes Video zu skippen. Dabei gäbe es die Auswahl “Weiter” (ohne ein negativ Bewertung) oder “Nie wieder” (Negativ-Wertung mit künftigem Ausschluss). 

Raul Krauthausen mit der ersten Skizze

Paradox of Choice oder Freakcommendations

Ohne Filter landet der Nutzer in einem Überangebot ohne Auswahl oder Empfehlungen. Legt der Nutzer vorher Präferenzen fest, kommen möglicherweise nur noch Videos auf Basis dieser Favoriten oder gewählten Genres und die Auswahl wird recht begrenzt. Unser Ansatz ist daher eine Anwendung, die eine Negativ-Conversion des Nutzers erkennt. Es fällt uns Menschen nämlich viel leichter, zu sagen, was wir nicht wollen, als eine Entscheidung für jetzt oder die Zukunft zu treffen.

Personalisierung ohne Login und Registrierung

Nutzer wollen sich vermutlich nicht registrieren, zudem hätten öffentlich-rechtliche Sender womöglich Schwierigkeiten personenbezogene Daten in Verbindung mit dem Nutzerverhalten zu speichern. Daher versuchen wir die Personalisierung innerhalb einer Nutzersitzung zu erreichen. Möglicherweise kann der Nutzer sein Nutzung ohne personenbezogenen Daten in der App speichern und später über eine API an eine Mediathek übermitteln, die Präferenzen des Nutzers könnte so zum Beispiel als URL-Parameter übermittelt werden.

Das Wireframe ist ja schnell gezeichnet..

 

aber bei der Logoentwicklung sind wir uns unsein ;-)

Wir haben eine kleine Demo hinbekommen und den Code bei Github unter Open Source für die iOS App bereit gestellt.