Warum ich keine Likes zähle...

Reichweite ist kein Selbstzweck

Marken wollen zu Medienunternehmen werden und ihre Reichweite selbst steuern. Das ist gut und richtig. Beim Zählen von Facebook Fans, Twitter-Followern und YouTube Abonnenten vergessen sie aber, dass Reichweite kein Selbstzweck ist. Medienunternehmen stecken genau in diesem Dilemma, dass sie bei schwächelnden Werbemärkten ihre Reichweite nicht selbst monetarisieren können. Marken sollten nicht denselben Fehler machen und followergeil beim Zählen ihrer Likes aufhören.

Ohne Aktivierung läuft es nicht:

Es geht immer um die Aktivierung der Nutzer, den passenden Content und das Erreichen eines Ziels (Conversion). 
 
 
 
Die Aktivierung erfolgt dabei entweder aus dem Bedürfnis des Nutzers heraus über ein Suchergebnis, oder über traditionelle Medien wie Radio, TV und Print. Analoge Medien lösen oft dabei auch eine Suchanfrage des Nutzers aus. Desweiteren gibt es als Aktivierungskanäle Newsletter, Statusbenachrichtigungen oder Soziale Netzwerke. 
 

Welche Inhalte ich brauche, ergibt sich aus dem Bedrüfnis der Nutzer und der Aktivierung

 

Der Content muss also zur Situation und zum Bedürfnis des Nutzers passen: Oft kommt die Frage, wie können wir denn jetzt ein Posting über alle Netzwerke hinweg veröffentlichen. Diese Frage ist falsch. Es geht darum, den Content der passenden Zielgruppe auszuspielen oder als Reaktion auf ein Bedürfnis auszuliefern. Inhalte müssen also konsumierbar sein (mobile first), einen direkten Nutzwert haben und emotionalisieren. Desweiteren sollte es einen Handlungsaufruf geben, der den Nutzer entweder zu Interaktion oder einer nächsten Aktion aufruft.

Wen das genauer interessiert, ich habe dazu etliche Beispiele im Social Media Seminar in München und Hamburg oder in den Vorlesungen für Social Media Manager an der Bayerischen Akademie für Werbung